Die Bürgerinitiative Netzwerk Trinkwasser (BINT) fordert die Offenlegung der Bodenmesswerte, die zur Ausweitung des PFAS-Belastungsgebiets auf rund 380 Quadratkilometer – etwa zwei Drittel des Landkreises Altötting – geführt haben.

Laut Landratsamt Altötting verweigert die Dyneon GmbH die Herausgabe der Daten unter Hinweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Die Behörde prüft den Fall.

Die Daten sind entscheidend für die Bewertung von Gesundheitsrisiken, landwirtschaftlicher Nutzung, Immobilienmarkt, Trinkwassergewinnung sowie der Entsorgung belasteter Böden.

Die aktuelle Unklarheit über Ausmaß und Abgrenzung der Belastung wirkt sich nach Einschätzung der BINT bereits auf wirtschaftliche Entscheidungen im Landkreis aus. Projekte, Investitionen und Grundstücksverkäufe werden durch die unklare Datenlage erschwert oder verzögert. Auch die Deponie beruht auf diesen Meßwerten. Es geht um Gesundheit, Eigentum und wirtschaftliche Zukunft.

Die BINT fordert die sofortige Offenlegung der Bodenmesswerte und eine klare Karte mit den Belastungszonen. Diese Chemikalien bleiben ewig in der Umwelt – gerade deshalb darf die Aufklärung nicht weiter verzögert werden. Wir wollen wissen, woran wir sind. Erst dann können Betroffene ihre Rechte wirksam wahrnehmen, der Schaden verlässlich beziffert und die Schäden reguliert werden.

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