Unter unserem Himmel

Weltwassertag 2018: Lösungen für die globale Wasserkrise
Dokumentation zum Schutz unseres kostbarsten Lebensmittels im BR Fernsehen am 25.03., 19:15 Uhr

Schutz für unser kostbarstes Lebensmittel 

Dokumentation, 2018 
Autor: Lorenz Knauer 
Redaktion: Corbinian Lippl 

Immer mehr Biogasanlagen, immer mehr Massentierhaltung, immer größere Mengen an Gülle sowie der Einsatz von Pflanzengiften und Kunstdünger haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich die Wasserversorger immer häufiger gezwungen sehen, Brunnen zu schließen, weil die gesetzlichen Grenzwerte für Nitrat und Rückstände von Spritzmitteln überschritten wurden: 

Beinahe 40% der Grundwasservorkommen in Deutschland sind bereits belastet – kein gutes Omen für die Zukunft, angesichts der Tatsache, dass es zwanzig Jahre dauern kann, bis die Gifte von heute im Grund- und damit im Trinkwasser von morgen angekommen sind. Die Folge: Brunnenbauer haben Hochkonjunktur, weil die Wasserversorger immer neue Bohrungen in Auftrag geben – sie hoffen, in großer Tiefe auf noch unbelastetes Grundwasser zu stoßen, das sie mit dem bereits vorhandenen, belasteten Wasser mischen können, um die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten. 

Lorenz Knauer hat sich auf eine spannende Reise kreuz und quer durch Bayern gemacht, um herauszufinden, wie die Wasserversorger mit der enormen Herausforderung umgehen, auch künftig möglichst unbelastetes Wasser an die Verbraucher zu liefern; Er ist dabei auf interessante und kreative Ansätze gestoßen, wie z.B. das „Wasserschutzbrot“ in Unterfranken, das aus weniger gedüngtem Weizenmehl gebacken wird; In der Oberpfalz fand er das „Bio-Mineralwasser-Siegel“ des Neumarkter Öko-Bier-Pioniers Franz Ehrnsperger, der einen Reinheitsstandard geschaffen hat, weit höher als die gesetzlich vorgeschriebenen Werte… Und in Niederbayern besuchte er eine Bürgerinitiative, die sich gegen den ungebremsten Ausbau von Schweineställen in ihrer Gegend zur Wehr setzt. 

Knauers ernüchterndes Fazit am Ende der Reise: Die Wasserversorger stehen vor einem fast unlösbaren Dilemma: Auf der einen Seite schreibt ihnen der Gesetzgeber strenge Grenzwerte für Schadstoffe im Trinkwasser vor – auf der anderen Seite versäumt es der Gesetzgeber seit Jahrzehnten, nachhaltig wirksame Obergrenzen für die Belastung der Böden durchzusetzen: nicht umsonst hat die EU-Kommission Deutschland 2016 vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt, weil es die Grenzwerte für Nitrat im Wasser nicht einhält. 

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