Folgende Arbeitsgruppen und Termine wurden am 12. April in der ersten Arbeitssitzung der BINT festgelegt.

Interessenten können sich gerne unter der jeweiligen Mailadresse erkundigen und anmelden.


Arbeitsgruppe PFOA

pfoa@bint.bayern
Terminanfrage per Email

Arbeitsgruppe Medien / Öffentlichkeitsarbeit
medien@bint.bayern
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Arbeitsgruppe Landwirtschaft
landwirtschaft@bint.bayern
Ansprechpartner: Gerhard Merches
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Arbeitsgruppe Recht und Organisationsfragen
recht@bint.bayern
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BINT organisiert Arbeitsgruppen und wählt Sprecher:

Die Bevölkerung beim Trinkwasserschutz einbinden

Emmerting (13. April 2018)

Eine Struktur zu schaffen, um damit rasch an die praktische Arbeit gehen zu können, diese Aufgabe hatte sich das Kernteam von BINT für seine erste öffentliche Arbeitssitzung vorgenommen.
Nach der Gründung im Burgkirchner Bürgerzentrum am „Internationalen Tag des Wassers“ am 22. März war das Treffen am vergangenen Donnerstag im vollbesetzten Ristorante Adria der organisatorische zweite Schritt.

Sein Ergebnis: Fünf Arbeitsgruppen sollen dazu beitragen, die Kompetenzen der Bürger zu stärken, sie miteinander zu vernetzen und konkrete Lösungen für den Schutz des Trinkwassers im Landkreis Altötting anzustoßen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen nach „außen“ zu vertreten, auch Ansprechperson für Presse und Öffentlichkeit zu sein, für diese Aufgabe wählte die Versammlung vier Sprecher. Bis zum Oktober will die Initiative klären, ob als Organisationsform künftig auch ein Verein in Frage kommt. Ein Team der Sendung Kontrovers des „Bayerischen Rundfunks“ begleitete die Sitzung mit Interviews der Organisatoren und Besucher.

Wie weit das Aufgabenfeld der Initiative gesteckt sei, skizzierte eingangs Toni Dingl, der die Gäste begrüßte und als Moderator durch die Veranstaltung lenkte. Durch die unzureichende Informationsstrategie von Behörden und Entscheidungsträgern auf Landkreis-, Landes- und Bundesebene und vieler Versäumnisse gäbe es unzählige „Baustellen“.

Wer sind die Verantwortlichen dafür, dass über Jahrzehnte rund ein Drittel der Landkreisbevölkerung – nach dem Wasserexperten der Burghauser BN-Gruppe Dr. Holger Lundt rund 40 000 Menschen im Landkreis Altötting – nicht ausreichend über die Risiken des belasteten Trinkwassers aufgeklärt wurden?
Was passiere mit jenen Bürgerinnen und Bürgern, denen in Untersuchungen die PFOA-Belastung bereits bestätigt wurde?  Wie verlässlich funktionierten Aktiv-Kohle-Filter?
Wie unverantwortlich in Bezug auf nachfolgende Generationen gehen wir im Landkreis Altötting mit der Ressource Grundwasser um? Wie könnten Landwirte aus der Falle der Herbizid-Spirale herausgeholt werden? Wie könnten Bürgermeister im Landkreis im Bündnis mit den Landwirten möglichst rasch ein „Ökomodell Inn-Salzach“ auf den Weg bringen, so wie im Landkreis Traunstein bereits vor vier Jahren initiiert? Mit ausgewiesenen Wasserschutzgebieten und Entschädigungszahlungen für ökologisch produzierende Landwirte?

Im Vorfeld der Arbeitssitzung hatte das Kernteam Vorschläge für mögliche Arbeitsgruppen erarbeitet: Deren Ziel sei es auch, wie Toni Dingl betonte, wesentliche Zusammenhänge zum Trinkwasser zu recherchieren und Schwerpunkte zu setzen, damit die Wasserproblematik endlich effektiv angegangen werden könne. Dafür seien zum einen schnelle effektive Schritte nötig, wie längst überfällige Pestizidverbote. Gleichzeitig machte er auch deutlich, dass die BINT damit auch ein Zukunftsprojekt angestoßen habe, das sich über Jahre und Jahrzehnte hinziehen werde.

Wie intensiv der Wunsch vieler Anwesender war, sich auszutauschen und mit Gleichgesinnten Kontakt aufzunehmen, machten die lebhaften Diskussionen in den Arbeitsgruppen deutlich. „PFOA“ und „Landwirtschaft und Trinkwasser“ waren bereits am Donnerstagabend jene AGs, in die sich die meisten einbringen möchten. Ihnen sind „Paten“ an die Seite gestellt. Elisabeth und Hartmut Thalhammer aus Kastl werden die PFOA-AG koordinieren, Gerhard Merches vom Bund Naturschutz die AG Landwirtschaft und Trinkwasser. Daneben wird sich mit Frank Bremauer die AG „Recht und Organisation“ um rechtliche Fragen kümmern und darum, in welcher Organisationsform die BINT künftig am besten arbeite. Dieser AG stehen darüber hinaus zwei Juristen aus dem Landkreis zur Seite. Monika Vitzthum hat die Initiative ganz wesentlich mit dem Aufbau der Webseite und zahlreicher Materialen für die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt: Sie ist die Patin für die gleichnamige AG, aus der künftig auch die Pressearbeit heraus organisiert wird. Und es gibt eine AG „Wasser-Wald-Mensch“, in der Uta Samiri Reichenberger aus Kastl aktiv ist.

Aus dem Besucherkreis meldete sich mit Ute Krause aus Winhöring spontan eine Aktive, die sich als Sprecherin engagieren möchte. Per Akklamation wurde sie – zusammen mit Sofie Voit, Frank Bremauer und Toni Dingl – von der Versammlung bestätigt. Vier gleichberechtigte Sprecherinnen und Sprecher können sich somit, demokratisch legitimiert – an die Arbeit machen.

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